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Supergau Festival

Mai 2021

Temporäre Skulptur und Performanceraum
Moritz Matschke und Anna Pech (DE, AT)

https://www.supergau.org/

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Ausstellung in Linz

Storchenkostüm@Matschke.jpgTalentiert & Etabliert

7. Februar 2020 – 27. März 2020

Die Energie AG vergibt jährlich drei Förderpreise an junge Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu Oberösterreich. Als bedeutendem oberösterreichischen Infrastrukturkonzern sind der Energie AG diese
Auszeichnungen ein besonderes Anliegen.

Zusammen mit der Kunstuniversität Linz wird der „Energie AG Talenteförderpreis“, in Kooperation mit den OK Friends das „Traumstipendium“ und gemeinsam mit der Kulturdirektion des Landes Oberösterreich der
„Klemens Brosch Preis“ vergeben.

Die jungen Künstler zeigen eine breite Palette zeitgenössischer Kunst. Die Werke reichen von Bildern auf Glas, über eine Reisedokumentation mit Störchen, bis zu einer besonderen Büste. Dieses Selbstportrait ist
ein Kopf aus Vogelfutter und Fett, der im Sinne einer nachhaltigen Verwendung zur Nahrungsquelle von Vögeln wurde.

Als etablierten Künstler und Universitätsprofessor für Bildende Kunst / Plastische Konzeptionen – Keramik haben wir Frank Louis gewonnen. Der Keramikkünstler ist Vizerektor an der Kunstuniversität Linz mit
einem besonderen Zugang zu Wolken, die er dingfest macht.
Die Ausstellung wird am 6. Februar um 18.00 Uhr im PowerTower der EnergieAG eröffnet (mit Anmeldung)

 

Dauer der Ausstellung: 7. Februar 2020 – 27. März 2020

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (an Werktagen) von 09:00 bis 16:00 Uhr

Führungen:
11. Februar 2020 und 13. März 2020, jeweils 12:15 Uhr – 12:45 Uhr,
13. Februar 2020 und 3. März 2020, jeweils 16:00 Uhr – 16:30 Uhr.
und nach Vereinbarung unter +43 732 78 41 78 52555

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Ausstellung: Die Verwandlung: Borders are Vacillating

Bordes are Vacillating.jpg

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Ausstellung Fotogalerie Wien

Propeller.jpg

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Vortrag Schikaneder

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Vortrag Kleinfischlingen 29.03.2019

Am 29.03.2019 werde ich nach Kleinfischlingen zurückkehren und bei Kurt und Regina von Nida im Florum über meine parametrische Reise berichten. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

https://www.kleinfischlingen.de/veranstaltungen/7/2054889/2019/03/29/zug-vogel-mensch.html

DSC09015

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Hinter königlichen Mauern

Meine Rückreise führt über Marokko, den Gibraltar nach Spanien. Bei einem Abstecher nach Fes versuchten Compañera Anna und ich gemeinsam Storch Redrunner einen Besuch abzustatten. Dieser aus Radolfzell stammende Weißstorch hat sich in Marokko nicht irgendein Winterquartier ausgesucht: Im königlichen Palastgarten von Fes verbringt er die kalten Tage unter Palmen.

Trotz hartnäckiger Erklärungsversuche wurde uns der Zutritt zum Jardin royale verwehrt und sogar das Auslesen des Loggers scheiterte an den dicken Mauern des Palastes.

Das nächste Mal werde ich mich direkt an den König wenden. Er hat sicher ein paar royale Storch-Geschichten auf Lager. Nichtsdestotrotz verbringen wir erholsame Tage in der nordafrikanischen Wintersonne bevor es in großen Schritten nach Deutschland /Österreich geht.

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some lives, many deaths

“Die Daten weisen darauf hin, dass Twix in der Nacht zwischen 29.10. 20 Uhr UTC und 30.10. 02 Uhr UTC in Südmauretanien getötet wurde. Bei Abschalten des Loggers um 20:00 UTC lebte der Vogel noch, am nächsten Morgen bei Einschalten des Loggers befand sich dieser in unnatürlicher Seitenlage und 20km südöstlich des Schlafplatzes. Um 03:00 UTC erreichte er ein Haus in der Ortschaft Timbedra, wurde dann in den Folgetagen an verschiedene andere Stellen im Ort und wieder zurück getragen und einmal auf einen 40km weit führenden Ausflug nach Süden mitgenommen. Offensichtlich wurde er oft im Dunklen aufgehoben, die letzte Meldung mit bereits fast leerer Batterie erfolgte am 03.11. spätnachmittags. Ich interpretiere das als Abschuss durch einen Jäger.“ Wolfgang Fiedler, Max Planck Institut für Ornithologie.

Alle Störche_innen aus Kleinfischlingen sind gestorben. Das Fadenspiel hat drei ihrer essentiellen Fadenspinner*innen verloren. Nach so langer Zeit des simultanen Wegenetzhäkelns bin ich über den Tod einer Weißstörchin sehr traurig. Ich muss an Vinciane Desprets Gedanken zu Trauer denken: “Grief […] is a very particular process of learn[ing] to be affected in which the borders between self, world and other are profoundly problematized.“¹ Mit einem Zugvogel zu reisen heißt auch sich emotional zu binden. Die Leerstelle, die Twix hinterlässt, ist enorm. Es fällt mir äußerst schwer, die Erzählung um ihren Tod hin zu nehmen ohne ihr selbst weiter nach zu gehen.

¹: zitiert in Van Dooren, Thom, Flight ways, life and loss at the edge of extinction, 2016, Columbia University Press, S. 140

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on the road in the name of the stork

Nach 619 km fahren und 9 km schieben tatsächlich in der Grenzstadt Kidira. Jedes Mal, als ich einen Autobus gesehen habe, der sich mit 0,18 km/h über die Schlagloch übersäte Straße quälte, war ich froh über das Ja zu meinem Motorrad.

Auf dem Weg nach Osten legte ich einen Zwischenstop bei Mariata Guisse und ihren Kindern in Ourossogui ein. Die Geborgenheit der Familie ließ mich seelisch wieder ein wenig auftanken für das rauhe Schleifpapier-Dasein auf der Straße.

Umso weiter östlich ich fahre, umso heißer wird es. Ich stelle mir andauernd die Frage, wie heiß die Tage noch werden. Man kommt sich mit seinen 37° Körpertemperatur vor wie ein Eiswürfel für die überhitzte Landschaft. Schlafen geht fast nur outdoor. Bei Familie Guisse sah das so aus:

Kidira wird der geographische Wendepunkt meiner Reise sein. Ich werde nicht weiter Richtung Mali fahren. Das Twix in den Senegal kommt, ist äußerst unwahrscheinlich. Ein paar Schritte vor der malischen Grenze habe ich ihr heute sendersuchende Grüße geschickt. Auf ein baldiges Wiedersehen, Störchin Twix.

Für mich wird es über Umwegen zurück nach St. Louis gehen. Bis zu meinem Flug am 13.11. nach Rabat, Marokko, habe ich noch Zeit, die verbliebenen Überreste meines Motorrads zu verkaufen.

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Wendon Seno

Nach einer Panne in der Savanne habe ich mein Moped beim Mechaniker gelassen und bin am nächsten Tag mit Mbaye, seinem Pferd Marle und einem Pferdekarren weiter gefahren. Nach einer 5 stündigen Holperpartie durch das Nirgendwo bei Ollis letzten Standort angekommen. Sogleich haben wir uns vor den nicht zu unterschätzenden 43° im Schatten eines Baumes versteckt.

Als zwei Männer – Mouctar und Samba- vorbeikamen, fragte Mbaye auf Wolof nach den Störchen. Mouctar erzählte, dass es hier viele gibt. Wenn wir möchten, können wir bei ihnen im Dorf übernachten und er würde sie uns am nächsten Tag zeigen. In dem Moment ruft Samba uns zu und zeigt in den Himmel. Eine Gruppe von Weißtörchen flogen über unsere Köpfe. Sofort holte ich das Senderauslesegerät raus und peilte mit der Antenne Richtung segelnder schwarzer Punkte in zunehmender Entfernung..Pieps, 6382C, Storch Olli ist hier.

Am Abend bei Tee und Reis fragte ich Mbaye, ob er Mouctar fragen kann, ob ich ein paar Tage hier bleiben könnte. “Pas de problème“ ließ er mich wissen. Ich bin 5 Tage in Wendon Seno geblieben, ein Dorf mit ca. 20 Menschen, 40 Ziegen, 33 Kühen, vielen Eseln,  einem Pferd und täglichem Storchenüberflug. In der Früh und am Abend habe ich die Störche besucht, tagsüber habe ich den sehr entspannten Alltag eines erwachsenen Mannes der Tukuloren verbracht.

Verständigt haben wir uns mit Händen und Füßen und 3 Wörtern Französisch, die  Sprachen im Dorf sind Pulaar und Wolof. Die Beziehung zu den “bar dum leg“ (Weißstorch auf Pulaar) ist sehr entspannt. So wie es scheint, haben die Störche  kein großes Interesse am Menschen. Die Bewohner*innen von Wendon Seno tolerieren die Störche als einen weiteren, temporären Bewohner der Savanne. Es ist ein Nebeneinander ohne größerer Verflechtungen und Erzählungen.

Bis heute. Ab jetzt wird der Anblick eines Weißstorches sie hoffentlich an die gemeinsam verbrachten Tage mit “Maurice, le Toubab“ erinnern.

Ich bin gerade in Dagana und werde morgen früh wieder aufs reparierte Motorrad steigen. Die lange Fahrt nach Kidira erwartet mich. Hoffentlich mal eine pannenfreie Fahrt.